Kommunales Denkmalkonzept in Velden

Petra Meyer

Veranstaltung am 18. Juni 2022

 

Um einerseits Stadtbild zu erhalten und darüber hinaus leerstehende und historische Gebäude passend zu nutzen, setzt Velden auf das Kommunale Denkmalkonzept (KDK).

Aber was genau versteckt sich hinter diesem doch recht sperrigen Begriff?

Besonders am KDK ist, dass nicht nur einzelne historische Bauten herausgegriffen und saniert werden sondern der Ort als Ganzes betrachtet wird. Dabei wird eng mit der örtlichen Bevölkerung zusammengearbeitet, um herauszufinden, was die Bürger in ihrem Ort vermissen oder was ihn attraktiver machen könnte.

Um zu diesem Punkt zu kommen waren im vergangen Jahr viel Recherchearbeit und jede Menge Ortstermine von Nöten, berichtet Marisia Conn vom Architekturbüro Conn und Giersch. Sie sind mit der Durchführung des Projekts in Velden betraut. In einer Gesamtschau wurden die Stadträume und -körper mit der Vergangenheit verglichen. Erstaunlich sei, dass trotz der massiven Zerstörung am Ende des zweiten Weltkriegs der historische Stadtkörper noch ablesbar sei in Velden. Neben dieser Bestandsaufnahme werden parallel neue Lösungen entwickelt, da es zum Beispiel kein eindeutiges Zentrum mehr gäbe. Denn der Marktplatz trägt heute zwar noch den Namen „Marktplatz“, sei aber mehr eine Durchgangsstraße und kein Versammlungsplatz mehr.

Den Vortrag von Marisa Conn finden Sie auf der Internetseite der Stadt Velden.

Blick auf Velden (Foto: Petra Meyer)



Ein weiterer Punkt wäre die Umnutzung des historischen Pflegschlosses oder die malerische Lage des Ortes am Flussufer. Man geht hier vom Großen ins Kleine und versucht, nach der ersten Bestandsaufnahme mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, Arbeitsgemeinschaften zu bilden und so gemeinsam zu Ergebnissen zu kommen.

Auf diese Weise wird das Potenzial der Stadt ausgeschöpft und sie gleichzeitig attraktiv und zukunftsfähig gemacht, ohne die historischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Es geht unter anderem um Themen wie Nachhaltigkeit, Grünflächen im Stadtkern, Stadtkühlung oder qualitätsvollen Tourismus.

Deshalb hätte Ende November eine erste Ausstellung im Pflegschloss stattfinden sollen, gepaart mit Vorträgen, sodass die Veldener einen ersten Eindruck bekommen können und der recht theoretisch daherkommende Begriff „Kommunales Denkmalkonzept“ greifbar wird. Große Stellwände mit vielen Fotos und Zeichnungen und den ersten möglichen Ideen waren bereits fertig gestellt.

„Coronabedingt mussten wir diese Ausstellung auf Mitte Juni verschieben“, so Bürgermeister Herbert Seitz.

Am 18. Juni 2022 wird im Schloss eine Ausstellung eröffnet werden. In diesem Rahmen werden voraussichtlich Vorträge und eine Stadtführung stattfinden.

Nähere Informationen dazu werden kurz vorher auf der Internetseite der Stadt Velden sowie an den gängigen Anschlagtafeln bekannt gegeben.