Monatsbeiträge der AG Frankenpfalz vom Februar, März und April 2020

Verena Frauenknecht

Zeitlich befristete Kletterverbote, FrankenPfalzGemeinden schaffen gemeinsam Ordnung und die Informationen zur FrankenPfalz in neuem Gewand.

 

Ab dem 1. Januar, spätestens dem 1. Februar jeden Jahres, gelten im Frankenjura zum Vogelschutz für einen Teil der Kletterfelsen oder für bestimmte Wandteile zeitlich befristete Kletter- und Boulderverbote.

Bitte beachtet und respektiert diese Regeln unbedingt. Jede und jeder trägt durch das Einhalten der Sperrungen maßgeblich zum Arterhalt von Uhu und Wanderfalke im Frankenjura bei. Achtet dafür auf die einschlägige Beschilderung und die Absperrbänder vor Ort. Kletterverbote zum Vogelschutz haben Verordnungscharakter und können entsprechend geahndet werden – es drohen hohe Geldstrafen.

Je nach Vogelart gelten verschiedene Sperrfristen. Außerdem gibt es unterschiedliche Zeiten bei Felsen mit fixem Sperrungszeitraum.

Um keine Brutplätze zu übersehen und das Klettern nicht unnötig einzuschränken, finden regelmäßig Vogelschutztreffen statt. Die Listen mit den betroffnen Felsen werden aktualisiert und die Brutplätze während der Brut immer wieder kontrolliert. Bleibt die Brut aus, werden die Beschilderungen und Absperrungen entfernt und der Fels wieder zum Klettern freigegeben.

Den aktuellen Stand findet Ihr auf der Homepagedes IG Klettern Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer Wald e.V. (www.ig-klettern.org/naturschutz/aktuelle-sperrungen).

Schön erklärt wird das Thema Felssperrungen im Youtube-Video „Worauf es beim Winterwandern im Naturpark Frankenjura ankommt – Rücksichtsvoll durch Bayern“.

In der FrankenPfalz sind normalerweise folgende Wände betroffen:

Hinweisschild "Klettern verboten wegen Vogelbrut" (Fotos: Verena Frauenknecht)



Zusammen Ordnung schaffen – 9 Kommunen – eine Archivfachkraft

Ende Februar haben die neun Kommunen Hartenstein, Velden, Plech, Betzenstein, Königstein, Hirschbach, Etzelwang, Neukirchen und Weigendorf eine Zweckvereinbarung unterzeichnet, um eine interkommunale Archivverwaltung einzurichten.

Bereits im September 2020 fand ein erstes Treffen statt, bei dem Frau Lobenhofer aus der Nachbarregion AOVE von der Anstellung eines gemeinsamen Archivars berichtete. Verzögert durch die Corona-Pandemie, trafen sich die Bürgermeister wieder im Oktober 2021. Nun stand Herr Austermann, Archivar in der AOVE, beratend zur Seite.

Nach Klärung von Einzelheiten und vor allem der Frage, wer für das Vorhaben die Federführung übernimmt, konnte im Dezember 2021 bei der Regierung von Mittelfranken ein Förderantrag gestellt werden. Nach Vorliegen der Förderzusage stimmten alle Gemeinderäte der Beteiligung am Projekt „Interkommunale Archivverwaltung“ zu.

Mit der Anstellung einer Archivfachkraft kann die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtaufgabe, Unterlagen aufzubewahren, zu erschließen und auch der Öffentlichkeit bereitzustellen, sachgerecht erfüllt werden. Mit den zunehmenden Aufgabenbereichen können die Verwaltungen dieser speziellen Aufgabe, die viel Fachwissen voraussetzt, häufig nicht angemessen nachkommen. Zudem führt der Zusammenschluss zu Kosteneinsparungen durch gemeinsames Personal und die gemeinsame Anschaffung von Materialien.

Aufgaben der Archivfachkraft werden u.a. sein: